Hepatitis E

Ansteckung

In der Schweiz erfolgt die Ansteckung mit dem Hepatitis E Virus (HEV) in erster Linie über unzureichend erhitztes Schweinefleisch oder Wild. Andere Übertragungswege sind seltener. Seit Herbst 2018 werden in der Schweiz Bluttransfusionen auf HEV getestet.

Bei Reisen in Entwicklungsländer ist es wichtig zu wissen, dass verunreinigtes Trinkwasser zu einer Ansteckung führen kann.

Symptome

Eine Infektion mit HEV bleibt oft unbemerkt, weil sie ohne Symptome verläuft und von selbst abheilt. Manche Patienten berichten von Müdigkeit oder Fieber. Zu den weiteren Symptomen zählen dunkler Urin oder Gelbfärbung der Haut und/oder Augen. Selten werden im Rahmen einer Hepatitis E neurologische Beschwerden beobachtet (u.a. neuralgische Schulteramyotrophie oder Guillain-Barré-Syndrom), die nach dem Ausheilen wieder verschwinden können. Bei Patienten mit einer Immunschwäche kann es zu chronischen Verläufen kommen.

Diagnose

Für die Diagnose von Hepatitis E sucht man nach anti-HEV IgM (bei frischen Infektionen) und später nach anti-HEV IgG. Beide Antikörper können im Blut nachgewiesen werden.
Bei Patienten mit einer bestehenden Immunschwäche wird in der Regel direkt mit einer Blut- oder Stuhlprobe ein PCR-Test durchgeführt, um die Virus-RNA nachzuweisen.

Behandlung

Zurzeit gibt es keine anerkannte Therapie gegen akute bzw. chronische Hepatitis E. Ribavirin wird jedoch gelegentlich bei der Behandlung der chronischen Hepatitis E eingesetzt.