Leberschäden durch Knollenblätterpilze

Knollenblätterpilze ähneln anderen essbaren Pilzen. Sie sind jedoch eine der giftigsten Pilzgattung. Selbst wenn nur ein kleines Stückchen eines Knollenblätterpilzes versehentlich eingenommen wird, kann das ohne rechtzeitige Behandlung tödlich enden.

Symptome

Die Symptome treten meist zwischen 4 und 48 Stunden nach dem Essen des Pilzes ein. Dann kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfen, Durchfall und oft bricht auch der Kreislauf zusammen. Das ist das akute Stadium. Wenn dieses vorbei ist, klingen die Beschwerden für 2 bis 4 Tage ab, bis das tödliche Stadium einsetzt. Gelbsucht, Leber- und Nierenversagen, sowie Blutungen sind die Konsequenzen des Pilzverzehrs.

Prävention

Pilze aus dem Lebensmittelhandel sind sicher, hingegen selbst gesammelte Pilze bergen die Gefahr, giftige Pilze mit essbaren zu verwechseln. Man sollte sich wirklich gut auskennen, wenn man Pilze selbst sammeln will oder einen erfahrenen Pilzsammler hinzuziehen.

Vergiftung

Die Notfallnummer in der Schweiz bei Vergiftungen ist die 145. Treten Symptome auf wie oben beschrieben sollte direkt angerufen werden. Falls noch Reste der Pilze vorhanden sind, ist es nützlich, diese zur Untersuchung aufzuheben. Auch Proben vom Erbrochenen helfen, die Pilze zu identifizieren.

Die Behandlung erfolgt im Spital mit Medikamenten auf der Intensivstation, wo die Überwachung des Zustands gewährleistet ist. Je nachdem wie viel Zeit seit der Vergiftung verstrichen ist, kann in diesem lebensbedrohlichen Zustand eine Lebertransplantation notwendig sein.