Fettleber (NASH / ASH)

Eine Fettleber kennzeichnet sich aus durch Fettablagerungen in den Leberzellen. Verursacht werden diese Ablagerungen beispielsweise durch Übergewicht, Alkohol, Medikamente oder Diabetes. Eine Fettleber kann auch Folge einer Virushepatitis oder Eisenspeicherkrankheit sein. Da vom Befund her nicht unterschieden werden kann, ob eine Fettleber durch Übergewicht oder übermässigen Alkoholkonsum entstanden ist, gibt nur die Auskunft des Patienten über seine Ess- und Trinkgewohnheiten Aufschluss.

Eine Fettleber führt nicht automatisch zu einem Leberschaden. Wenn sie sich aber entzündet, ist der Befund ernst zu nehmen. Es wird zwischen der durch Alkohol bedingte Leberentzündung (ASH, alkoholische Steatohepatitis) und der durch andere Ursachen ausgelösten NASH (nicht alkoholische Steatohepatitis) unterschieden. Wegen einer entzündeten Fettleber kann die Leber auf lange Sicht vernarben und zu einer Zirrhose werden.

Besteht ein erhöhtes Leberkrebsrisiko ansonsten bei einer Zirrhose, kommt Leberkrebs bei NASH-Patienten auch ohne eine vorangehende Leberzirrhose vor. Eine NASH steigert ausserdem das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen.

Symptome

Eine Fettleber führt allenfalls zu Unwohlsein, möglich ist ein Druckgefühl im rechten Oberbauch, wo die Leber sich befindet, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen.

Diagnose

Eine NASH ist gekennzeichnet durch erhöhte Leberwerte, ein im Ultraschall erkennbar verändertes Bild der Leber und bei einer Leberpunktion (Biopsie) zum Vorschein kommende verfettete, respektive entzündete Leberzellen.

Eine NASH kann nur durch Befragen des Patienten nach seinem Alkoholkonsum von einer alkoholischen Steatohepatitis (ASH) abgegrenzt werden.

Ausserdem kann eine Fettleber mit einer Fibroscan-Untersuchung diagnostiziert werden: CAP-Werten über 262 dB/m2 sind häufig mit dieser Erkrankung der Leber assoziiert.

Behandlungsmöglichkeit

Ist die Ursache der Fettleber bekannt, wird versucht, diese unter Kontrolle zu bekommen. Auf diese Weise kann sich eine Fettleber erholen und sich ganz zurückbilden. Wenn die Fettleber auf Übergewicht zurückzuführen ist, ist das Ziel, das Gewicht langsam und nachhaltig zu reduzieren und körperliche Aktivität zu fördern. Kam die Fettleber durch Alkoholkonsum zustande, hilft nur der strickte Verzicht.

Bislang gibt es keine medikamentöse Behandlung, die eine Heilung verspricht.

Häufigkeit der Fettleber

Die Fettleber weist in den westlichen Industrieländern eine Häufigkeit von schätzungsweise 20 bis 40 Prozent auf. Etwa die Hälfte dieser Fälle entsteht durch regelmässigen Alkoholkonsum. In der Schweiz ist die Fettleber der häufigste Leberbefund.

Betroffen sind insbesondere Übergewichtige, Menschen mit hohem Alkoholkonsum, Diabetiker, Patienten mit einer Lebererkrankung (z.B. Virushepatitis), Frauen in den Wechseljahren und Menschen, die regelmässig Medikamente einnehmen müssen.