Wichtige Patienteninformation:

Verfügbarkeit von neuen Medikamenten zur Behandlung der Primären Biliären Cholangitis (PBC)

Liebe Patientinnen und liebe Patienten

In den USA und der Europäischen Union sind im vergangenen Jahr sogenannte PPAR-Agonisten zur Behandlung der PBC zugelassen worden. Diese sind in der Schweiz bislang nicht zugelassen.

Optionen für Schweizer Patient:innen:

Für Patient:innen in der Schweiz, die mit den zugelassenen Therapieoptionen keine ausreichende Verbesserung erzielen, besteht die Möglichkeit, in der EMA zugelassene Medikamente unter bestimmten Bedingungen über den Artikel 71c der Verordnung über die Krankenversicherung zu beziehen. Dieser Artikel ermöglicht es Ärzten, einen Antrag auf Kostenübernahme durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung zu stellen, wenn das Medikament nicht von Swissmedic zugelassen wurde. In solchen Fällen kann die Versicherung unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten eines von Swissmedic nicht zugelassenen verwendungsfertigen importierten Arzneimittels übernehmen. Weitere Details hierzu finden Sie in der Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversicherung (SR 832.102 – Verordnung über die Krankenversicherung, Fedlex).

  • Zusammenfassung:
    Der behandelnde Arzt entscheidet in Absprache mit der Patientin oder dem Patienten über die Therapie.
  • Für Patient:innen, die mit den derzeit verfügbaren Therapien keine ausreichende Verbesserung erzielen, besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, in der EMA zugelassene Medikamente auf Kosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu beziehen.

Für weiterführende Informationen oder spezifische Fragen stehen Ihnen sowohl Ihr behandelnder Arzt, Ipsen Medical Information (ipsendach-medinfo@ipsen.com) sowie Swiss HePa gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Carina Bobzin
Gründerin und ehrenamtliche Präsidentin Swiss HePa und Schweizer Lebertag

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